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Gisela Hildebrandt, ihres Zeichens Französisch-Lehrerin an der Juister Inselschule, kann ein Lied davon singen, wie schwierig es ist, den Jugendlichen Französisch bei zu bringen. Mit Englisch ist es anders, das spricht man viel und international,da gibt es viele Ähnlichkeiten mit dem Plattdeutschen., und außerdem ist es einfach nicht so schwer. Frankreich ist weit und die französische Lebensart relativ unbekannt und da ist es eine gute Idee, einen "richtigen" Franzosen in den Unterricht einzuladen.

Die Lehrerin bedient sich der Organisation „France Mobile“. Junge Franzosen werden in Deutschland an verschiedenen Schulen geschickt und können dort authentisch über Frankreich berichten. Dazu haben sie Spiele, Videos, Kinder- und Jugendbücher, Plakate und vieles mehr in ihrem Gepäck.

Auf Initiative der französischen Botschaft und der Robert Bosch-Stiftung hin ist "France Mobil" entstanden. Gefördert wird dieses Programm von den Autokonzernen Renault-Nissan und von Daimler-Chrysler. Außerdem unterstützen auch deutsche und französische Verlage sowie der Fernsehsender "arte" das Projekt .

Im Dezember 2000 hatte man in Frankreich gute Erfahrungen mit dem "Deutsch-Mobile" gemacht. Durch diese Initiative hatte sich die Situation der deutschen Sprache an den französischen Schulen wesentlich verbessert. Diesen Erfolg wollte man auch den deutschen Schülern zu gute kommen lassen und "France Mobile" wurde gegründet.

Nach Juist kommt Romain Bardot. Er ist einundzwanzig Jahre alt und studiert deutsche Sprache an der Universität von Straßburg. Jetzt hat er ein Jahr Zeit bekommen, um als "France-Mobile"-Referent in Niedersachsen und Bremen zur Verfügung zu stehen. Eigentlich sollte er mit einem Renault anreisen, aber Juist ist bekanntlich autofrei und so muss er auf sein Fahrzeug verzichten Jetzt steht Romain Bardot vor der sechsten Realschulklasse der Inselschule und als erstes lässt er seinen Namen buchstabieren. Mit geschickter Hand zeichnet er die Karte Frankreichs und die Schüler sollen Städte einzeichnen, die von ihnen genannt werden. Da kommt es zu einen lustigen Missverständnissen, als etwa die Landeshauptstadt Paris ganz im Norden angesiedelt wird. Am Ende der Stunde verteilt Romain einige Broschüren. Er verweist an die Französisch-Lehrerin Gisela Hildebrandt, die mit ihm in Kontakt steht und über die sie auch andere Adressen erhalten können, von Brieffreunden in Frankreich bis hin zu Schulaustauschprojekten.

Den ganzen Vormittag besucht.Romain die einzelnen Klassen in ihrem Französischuntericht. Überall versucht er mit spielerischen Möglichkeiten des Lernens neue Freunde für Frankreich zu gewinnen. Nach vier Stunden ist er zwar etwas geschafft, aber es hat ihm gut gefallen. Es bleibt ihm nicht viel Zeit, denn gleich geht sein Schiff nach Norddeich. Juist war die erste Klasse, die er besucht hat, jetzt geht es weiter ins Emsland und dann nach Lüchow-Dannenberg.

Gisela Hildebrandt ist froh über diesen Besuch vom Festland. Er hat ihren Schülerinnen und Schülern neue Ansichten von Frankreich vermittelt, ein Anfang ist gemacht.

30.September 2005
„Bonjour“ und „ça va“, so hörte man es auf den Fluren der Juister Inselschule am letzten Donnerstag. Das France Mobil war für einen Tag nach Juist gekommen, um den Juister Schülern Frankreich etwas näher zu bringen. Das France Mobil, eine Initiative der französischen Botschaft und der Robert Bosch Stiftung, besucht interessierte Schulen und bietet den Schülern authentische französische Materialien wie Spiele, Videos, CDs, Kinder- und Jugendbücher, Plakate, Broschüren und vieles mehr an. Die Referenten des France Mobil sind speziell für diese Aufgabe ausgebildete Franzosen und Französinnen. Wichtig und im Vordergrund steht natürlich die französische Sprache, denn Ziel der Aktion ist es, in Deutschland größeren Anreiz zu schaffen, Französisch als Fremdsprache zu wählen.
„Je m’appelle Céline“ so stellte sich die junge Französin dann auch den Schülern der 8. Klasse in ihrer Muttersprache vor, und forderte die Schüler auf, es ihr gleichzutun. Spielerisch führte sie die Jungen und Mädchen an Frankreich heran. So lernten sie, dass in 53 Staaten französisch von etwa 180 Millionen Menschen gesprochen wird, und in ihren Musikbeispielen konnte man die multikulturellen Strömungen der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich heraushören. So stellten sich die Schüler ebenfalls in französischer Sprache vor und auf die Frage was sie lieben und was sie hassen, wurde schnell klar, dass die Schule auf der Positivliste nichts verloren hatte, oder war es doch die kleine Schwester, die so sehr nervt. Es war auf jeden Fall eine lebendige Schulstunde, die sicher dafür gesorgt hat, das Interesse an Frankreich zu stärken, und mit dem den Franzosen gegebenen Charme wird „Céline“ sicher noch lange allen im Gedächtnis bleiben.